Beeindruckende Gartenanlage

Unweit von Würzburg findet man in Veitshöchheim einen der schönsten Rokokogärten Europas.

Der Rokokogarten in Veitshöchheim,st ein herausragendes Beispiel der Rokoko-Gartenkunst in Deutschland. Der Garten gehört zum Schloss Veitshöchheim, das in der Nähe von Würzburg in Bayern liegt. Dieser barocke Garten wurde im 18. Jahrhundert unter der Herrschaft des Würzburger Fürstbischofs Adam Friedrich von Seinsheim angelegt.

Die Geschichte des Gartens

Könnt Ihr Euch vorstellen, wie der Blumengarten um das Schloss Veitshöchheim im 18. Jahrhundert aussah? Ein quadratisch abgesteckter Garten, eingefasst vom Sommer- und Lusthaus, lud Besucher ein, durch einen prächtigen Vorgarten mit Haupteingang zu schlendern. Auf der einen Seite ein Nutzgarten mit Karpfenteich, auf der anderen Seite ein Baumgarten für Fasane und Wildtiere.

Unter Fürstbischof Johann Philipp von Greiffenclau wurde dieser Garten in einen repräsentativen Ort verwandelt. Balustraden, Mauern, Wege und Seen entstanden in den Jahren 1702/1703. Später unter Fürstbischof Carl Philipp von Greiffenclau schuf Johann Wolfgang van der Auwera die ersten Figurenzyklen.

Die wahre Pracht des Gartens entstand jedoch unter Fürstbischof Adam Friedrich von Seinsheim. Der talentierte Ferdinand Tietz schuf zwischen 1765 und 1768 weitere Figurenzyklen, gefolgt von Johann Peter Alexander Wagner bis 1780.

Nach einer langen Zeit der Vernachlässigung wurde der Garten schließlich in den 50er und 60er Jahren des 20. Jahrhunderts restauriert. Heute ist er wohl einer der differenziertesten Gärten im deutschsprachigen Raum. Das kosmologische Programm des Gartens stellt das Schloss als Sinnbild des Himmels dar, umgeben von majestätischen Bäumen und Seen. Ein Ort voller Energie und Lebendigkeit, der die Besucher in eine andere Zeit versetzt.

Highlights im Rokokogarten

Was macht den Rokokogarten in Veitshöchheim nun aus?

Skulpturen: Der Garten beherbergt eine Vielzahl von lebensgroßen Skulpturen, die mythologische Szenen, allegorische Figuren und Tierdarstellungen zeigen. Diese Werke sind typisch für die Rokoko-Zeit, in der künstlerischer Ausdruck oftmals durch verspielte und leichte Elemente gekennzeichnet war.

    Wasseranlagen: Der Garten verfügt über ein ausgeklügeltes System von Wasserwegen, Fontänen und Wasserbecken, das die Besucher sowohl visuell anspricht und die Liebe zum Detail widerspiegelt, die für die Gestaltung der Rokoko-Zeit typisch war.

    Symmetrische Wege und Parterres: Der Garten ist präzise geplant mit einem Netzwerk von geraden und symmetrischen Wegen, die zu verschiedenen Gartenräumen führen. Die Beete sind häufig mit Broderieparterres gestaltet, die Muster aus niedrig geschnittenen Hecken und farbigen Blumenbeeten bilden.

      Pavillons und Lauben: Über den Garten verstreute, kleine architektonische Elemente, wie beispielsweise Pavillons und Lauben, laden zum Verweilen und Genießen der Gartenkunst ein. Diese Strukturen sind oft reich verziert und betonen den ästhetischen Charakter des Gartens.

        Historische Bedeutung: Der Garten ist nicht nur ein Zeugnis barocker Gartenkunst in Deutschland, sondern er spiegelt auch die Geschichte und den damaligen gesellschaftlichen Kontext wider. Als Teil der fürstbischöflichen Sommerresidenz diente der Garten der Repräsentation und der Inszenierung fürstbischöflicher Macht und Kultur.

          Der Rokokogarten in Veitshöchheim ist als kulturelles Erbe erhalten und dient heute als öffentlicher Park und Touristenattraktion. Er wird wegen seiner einzigartigen Gestaltung und seiner historischen Bedeutung regelmäßig gepflegt und instand gehalten.

          Fazit

          Unser 7berge7meere-Tipp: Der Rokokogarten ist immer einen Besuch wert.

          Kommentar verfassen