Ein mühsamer Start in den Urlaub ist das. Auf dem Weg zur kapverdischen Insel Sal geht der Flieger von TUIfly bereits morgens um 6 Uhr ab Frankfurt. Keine richtig gute Zeit, wenn man erst noch aus Duisburg anreisen muss. Also mal wieder eine gute Gelegenheit, eine Nacht im Sheraton Airport Frankfurt zu verbringen. Dazu später mehr in einem Hotelspecial von 7berge7meere.com.

No Skyliner today

Als um drei Uhr der Wecker bimmelt, ist die Welt noch ziemlich in Ordnung, bis auf die Tatsache, dass Aufstehen um diese Uhrzeit nicht einmal dann Spaß macht, wenn man in den Urlaub fliegt. Da rettet einen dann die Kaffeemaschine auf dem Zimmer, die beim Start in den Morgen freundliche Schützenhilfe leistet. Als wir dann so gegen 4 Uhr mal eben schnell zum Flughafen rübergehen, stellen wir fest: Der Skyliner, der die Terminals 1 und 2 miteinander verbindet, fährt gerade nicht. Dort kann des nämlich wegen Baumaßnahmen „zu Veränderungen im Fahrmodus der SkyLine kommen“ eine nette Formulierung auf der Homepage für: „Fährt nicht“. Also rein in den Doppelgelenkbus, dessen Fahrer dem Skyliner wohl Konkurrenz in der Geschwindigkeit machen möchte. Nach dieser Fahrt ist man dann definitiv wach.

TUI Gold

Die Abwicklung am TUIfly Check-In-Schalter läuft schnell und dank unserer TUI-Card Gold auch reibungslos. Mit 30 Kilo Gepäck pro Person ist man nämlich auf den Kapverden, wo es auch schon mal windig werden kann, auf jeden Fall auf der richtigen Seite. Dann geht es nach der üblichen Durchleuchtung, leider nicht im Körperscanner, zum Boarding-Gate. Wir gehen mit vielen anderen in die Halle, setzen uns hin, um dann von einem etwas unausgeschlafen wirkenden jungen Mann wieder rausgerufen zu werden. Alle Passagiere müssen draußen in Reihe antreten und er überprüft die Bordkarten. Das hätte man eleganter lösen können. Vielleicht, in dem er die Tür zur Wartehalle noch zugelassen hätte, aber mit Türen hat er sein Problem.

Das Schloss

Schloss
So wäre es leichter gewesen. (Foto: pixabay.com)

Das zeigt sich so richtig, als die Crew ankommt und gerne über die profan Finger genannte Fluggastbrücke den Flieger betreten möchte. Der schon beschriebene junge Mann im schlecht sitzenden Kommunionsanzug (rheinische Wortversion), tritt an den Öffnungsmechanismus heran. Früher hätte ein Schlüssel genügt, jetzt muss er eine Identifizierungskarte durch einen Schlitz ziehen. Damit allerdings nicht genug. Auf diese Aktion folgt die Eingabe eines offenbar mehrstelligen Zahlencodes. Man hat als unbefangener, allerdings immer befangener werdender Beobachter das Gefühl, der junge Mann probiert alles, vom Handy-Code über die Sparkassenkarte, ihm fällt aber offenbar nur nicht die Zahlenfolge ein, die erforderlich ist, um diese Tür zu öffnen. Nach etwa zehn Minuten wird es dem kleinen Kind auf der Bank neben uns zu viel. Sie zeigt deutlich, wie sie die nervige Wartezeit findet: zum Kotzen. Und schnell ist da dieser süßliche Geruch, der sich von Papas Hose in die ganze Wartehalle verbreitet.

Wir fliegen

Irgendwie warten jetzt alle darauf, dass Guido Cantz aus der Kulisse springt und aufgeregt kalauert: Herzlich willkommen bei „Verstehen Sie Spaß“. Weit gefehlt, dennoch kommt jetzt ein Problemlöser. Ein Mann mit besser sitzendem Anzug, der aussieht, als könne er Türen öffnen. Wenn der es auch nicht geschafft hätte, hätte man vielleicht mal die Kollegen vom BER holen können. Ihm gelingt es und mit einer satten Verspätung geht erst die Crew durch den Finger. Minuten später dürfen wir dann folgen. Als wir an dem jungen Mann vorbeigehen, ist er gerade mit einer etwa 3 Meter langen Fahne Endlosdruckpapier beschäftigt. Es gelingt ihm nicht wirklich sie zu bändigen. Wahrscheinlich ist es der Ausdruck der Fehlermeldungen seiner Versuche an der Tür. Ach übrigens. Am Ende erreichen wir noch pünktlich die Kapverden, von denen wir dann hoffentlich viele schöne Urlaubsgeschichten mitbringen können.

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Geschrieben von wukomm

Kommunikations- und PR-Berater, Journalist und Blogger. Als Kind des Ruhrgebiets immer für ein offenes Wort zu haben.

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