Stachel mit Genuss

Der Stachel in Würzburg ist einer, der überhaupt nicht weh tut. Ganz im Gegenteil. Ein Abend im Stachel bietet vollkommenen Genuss beim Essen wie beim Trinken.

Domina im Stachel.

Wenn man unter der Woche in einer Gaststätte nach 17.30 keinen Tisch mehr für den gleichen Tag bekommen kann, dann muss das Interesse an dem Lokal schon besonders sein. Nachdem TripAdvisor mir in Würzburg das Restaurant und Weinhaus Stachel empfohlen hat, folge ich dem Tipp gerne.

Toller Service

Der Stachel fällt zunächst einmal durch die Freundlichkeit seiner Mitarbeiter auf. Unaufdringlich in ihren Empfehlungen sorgen sie dafür, dass der passende Wein zum gewählten Gericht gefunden wird. Die Weinkarte reicht von Sorten aus dem staatlichen Würzburger Hofkeller, bietet aber auch Vielfalt aus Franken. Bei den offenen Weinen überwiegen die klassischen weißen Sorten, bei den roten Weinen darf natürlich die Fränkische Königin, die Domina, nicht fehlen.

Rieslingsuppe, die begeistert

Die Rieslingcrèmesuppe mit Schwarzbrotcroûtons ist gleich zum Auftakt ein echter Kracher. Cremig auf der Zunge bietet sie dennoch die komplette Säure des Weines, ohne allerdings aufdringlich zu sein. Wenn der Westfale als Schwarzbrot jetzt ein säuerliches Pumpernickel erwarten würde, wäre er enttäuscht. In Franken ist das Schwarzbrot das, was man in Westfalen Graubrot nennen würde. Zu dieser Suppe korrespondiert wunderbar der empfohlene Silvaner vom Weingut Max Markert aus Eibelstadt.

Rieslingcrèmesuppe mit Schwarzbrotcroûtons.

Unverzichtbar: Fränkische Bratwurst

Nicht jede Fränkische Bratwurst ist so klein, wie man das von den „Nürnberger“ Bratwürsten gewohnt ist. Ein paar Bratwürste mit Sauerkraut und Schwarzbrot reicht als Portion zum Sattwerden in einer Weinstrube durchaus aus. Zu der wunderbar kräftigen Bratwurst würde wunderbar ein Bier passen, allerdings peitscht die Domina auch gehörig die Geschmacksknospen.

Fränkische Bratwurst mit Sauerkraut und Brot.

Gaumenschmaus zum Finale

Wie rundet man ein solch wunderbares Essen nun ab? Die Crème brûlée von der Tonkabohne schafft einen wunderbaren Ausstieg aus einem sehr schmackhaften Mahl. Dazu passt sicher für die Freunde süßen Weines die Riesling Auslese Würzburger Stein aus dem Würzburger Weingut Juliusspital. Die ausgesuchten Geister & Brände machen das Essen endgültig rund.

Crème brûlée von der Tonkabohne

Warum eigentlich Stachel?

Warum nun heißt der Stachel Stachel? Das Haus atmet noch heute den Geist der aufständischen Würzburger Bürger. In der Zeit der Bauernkriege hielten sie hier im Jahre 1525 ihre konspirativen Sitzungen ab. Zum Zeichen, dass die Location sicher war, hing der Morgenstern, der Stachel, aus dem Fenster des Lokals.

Gemütlichkeit wird im Stachel groß geschrieben.

Stachel heute

Nach eigenen Angaben will der Stachel auch heute in Küche und Keller eine Handschrift schreiben, die es ehrlich mit den Bürgern meint. Mit frischen Produkten, möglichst aus biologischem Anbau und artgerechter Haltung und frischen, kreativen Ideen der Zubereitung, stemme man sich, so die gegen die „Convenience“ Gastronomie, die ja tatsächlich in vieleln Restaurants zunehmend Überhand nimmt. Die Speisekarte im Stachel macht neugierig und die Weinkarte ohnehin.

Unsere Empfehlung

Selten gegebene fünf ***** 7berge7meere-Sterne machen deutlich, dass es sich lohnt, hier einzukehren. Infos rund um den Stachel findet man im Internet unter https://www.weinhaus-stachel.de/de/speisen_weine.

Bei schönem Wetter gibt es auch noch den einladenden Innenhof.

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