Das antike Side liegt etwa 75 Kilometer östlich von Antalya. Die kleine Halbinsel diente im siebten Jahrhundert vor Christus den Griechen als idealer Ort zur Gründung einer kleinen Stadt. Das Steine des antiken Amphitheaters legen ein Zeugnis ab für die Kultur vergangener Zeiten, die hier nach wie vor, fast wie in einem großen Freilichtmuseum lebendig ist. In Side findet man zum Beispiel die Überreste der Agora, eine byzantinische Basilika, Tempel und die gut erhaltene Akropolis.

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Side im Sommer entdecken

Was macht man nun mitten im Sommer, bei Temperaturen von nahe an 40 Grad, wenn man Side für sich entdecken will? Man sollte die Abendstunden nutzen, um in die rummelige Altstadt mit ihren vielen kleinen und großen Geschäften oder den zahlreichen Lokalen einzutauchen.

Wohnt man dann etwa 6 Kilometer vom Zentrum entfernt, wie wir in Evrenseki, kann man natürlich auch eine gute Stunde am Strand entlang laufen. Aber ehrlich, wer will das bei den Temperaturen, die am Abend auch noch jenseits der 30 Grad liegen, schon wirklich. Vom Sensimar Side aus bietet sich der Dolmus an, dessen Haltestelle man nach etwa 250 Metern Fußweg erreicht.

Dolmus-Haltestelle in Evrenseki (Foto: wukomm).
Dolmus-Haltestelle in Evrenseki (Foto: wukomm).

Von dort aus ist man in einer guten Viertelstunde am zentralen Busbahnhof von Side. Mit 1,50 Euro pro Person ist das ein guter Preis. Wer weitere 50 Cent investiert kann sich mit einem weiteren kleinen Bus direkt zum antiken Theater, also mitten ins pulsierende leben der Altstadt fahren lassen. Wem das zu teuer ist, der nimmt den knapp zehn minütigen Fußweg auf sich, der an alten Steinen entlang führt und sich auch kulturhistorischen Gesichtspunkten in jedem Fall lohnt.

Shoppingmekka Side

Side ist nicht nur ein riesiges Freiluftmuseum, es ist auch ein Shoppingmekka für Touristen. Vom Teppich über Schuhe, bis zu Brillen und Viagra, die Händler haben hier alles im Angebot, was dem Kunden zur Freude dienen mag. Schmuck und Uhren gehören selbstverständlich auch zur Angebotspalette.

Blaue Stunde

Macht man sich rechtzeitig auf den Weg, so kann man die für uns Fotografen so wichtige „blaue Stunde“ vor dem Sonnenuntergang an der Akropolis der Altstadt genießen und dann auf einen wolkenfreien Sonnenuntergang hoffen, der uns an diesem Abend leider nicht beschieden ist.

Mal kein Hotelessen?

Wer eine Abwechslung vom ständigen All-in-Buffetbetrieb in den Hotels sucht (obwohl wir das bei dem guten Essen im Sensimar Side eigentlich nicht müssen), der findet in der Altstadt viele wunderbarte Lokale in denen man sehr gut türkische Spezialitäten oder Fischgerichte genießen kann.

Aber auch diejenigen, die nicht 14 Tage ohne Schweinereien leben können, kommen auf ihre Kosten. In Holgers Steakhaus steht der Hamburger Jung selbst in der Küche und serviert neben dem, was man in Steakhäusern ansonsten auch vorfindet, eine in diesem Jahr etwas zu dick geratene (Krakauer?)-Currywurst, eine Portion Leberkäse oder ein Schweineschnitzel.

Erlebnisfaktor Taxi

Nach einem solchen Abend mit shoppen, Kultur und kulinarischer Abwechslung, drängt es einen dann doch wieder zum bereits all-in-bezahlten Absacker an die Theke in der Lobbybar des Sensimar. Wenn man es dabei eilig hat, kann man ruhig einmal ein Taxi für den Rückweg benutzen. Der „Flugpreis“ von 15 Euro rechtfertigt sich durch das, einem Ritt auf der Achterbahn der Cranger Kirmes, durchaus ähnliche Erlebnis. Weder Verkehrsschilder noch Ampeln vermögen einen türkischen Vollblutpiloten in seinem gelben Auto aufzuhalten. Meine schlimmste Taxifahrt hatte ich bislang in Paris. Das hat sich seit diesem Abend geändert. Ein Erlebnis war es aber allemal.

Taxifahrt in Side. (Foto: wukomm)
Taxifahrt in Side. (Foto: wukomm)

Fazit:

Auch im Sommer kann man mehr tun, als den ganzen Tag am Strand zu liegen. Side und seine Umgebung bieten jede menge toller Eindrücke. Also kommt raus aus Euren Hotels, bucht die schönen Ausflüge, die es zum Beispiel bei TUI gibt und genießt Euren Urlaub.

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Geschrieben von wukomm

Kommunikations- und PR-Berater, Journalist und Blogger. Als Kind des Ruhrgebiets immer für ein offenes Wort zu haben.

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