In unserem Blog schreiben wir viel über weit entfernte Orte. Urlaub und Genuss stehen meist im Mittelpunkt unserer Beiträge. Heute wollen wir mal wieder in die Region blicken, in unser Revier. Wer spirituelle Ruhe finden will und die Begegnung mit Gott an einem Wallfahrtsort sucht, der muss nicht bis Santiago de Compostella laufen. Es reicht, sich mit dem Auto auf den Weg nach Bochum zu machen. Dort findet der Suchende – mitten im Ruhrgebiet – das Zisterzienserkloster im Ortsteil Stiepel mit der Klosterkirche und der „Schmerzhaften Madonna“.

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Wallfahrtskirche in Stiepel.

Die Zisterzienser

Zisterzienser sind katholische Mönche, die nach der Regel des Heiligen Benedikt leben. Der Heilige, der einer der Patrone Europas ist, gründete um 529 auf dem Monte Cassino bei Neapel das erste Kloster der Benediktiner. Die Zisterzienser nenen sich nach ihrem ersten Kloster, das in „Cistercium“ in Frankreich im Jahre 1098 gegründet wurde. Der große Ordensvater der Zisterzienser, allerdings nicht der Gründer der Gemeinschaft, ist der Heilige Bernhard von Clairvaux (1090-1153).

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Zisterzienser in Stiepel

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P. Pirmin

Das Zisterzienserkloster im Stiepel untersteht dem Abt von Heiligenkreuz, der bekannten Zisterzienserabtei in Österreich. Der erste Ruhrbischof, Franz Hengsbach war es, der sich für die Gründung des Bochumer Klosters einsetzte und die Zisterzienser ins Revier holte. Das geschah im Jahre 1988. Damals kamen vier Mönche nach Stiepel. Pater Beda Zilch war der erste Prior. Seit 2011 leitet Pater Pirmin Holzschuh die Gemeinschaft. Die Zisterzienser betreuen die Wallfahrt zum Gnadenbild, verrichten das feierliche Chorgebet nach zisterziensischer Tradition und sind als Seelsorger tätig.

Geschichte von Stiepel

Die Geschichte von Stiepel reicht bis ins Mittelalter. Damals gehörte es zum Bestand der Reichsabtei Werden. Im Jahre 1008 wurde in Stiepel durch die hl. Gräfin Imma eine Eigenkirche zu Ehren der Jungfrau Maria errichtet. Der heilige König Heinrich II. von Bamberg setzte dafür ein. Bald danach begannen Wallfahrten zur „hilligen kerken to Stiepel“. Seit dem 15. Jh. wird die Pietà, das gotische Gnadenbild der Schmerzhaften Mutter, besonders verehrt. Sie stand in der Stiepeler Dorfkirche, die infolge der Reformation seit dem 17. Jh. ein evangelisches Gotteshaus wurde. Bis 1820 verblieb die Pietà dennoch an ihrem angestammten Platz.

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Die neue Wallfahrtskirche

Der Grundstein für die jetzige neugotische Wallfahrtskirche wurde am 10. Mai 1914 gelegt. Das bis 1908 verschollen geglaubte Gnadenbild wurde 1920 wieder nach Stiepel in die neu erbaute katholische Wallfahrtskirche geleitet. Danach begannen die Wallfahrten zur Schmerzensmutter erneut.

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Wallfahrtskirche mit Anschluss zum Klostergebäude.

Klosterführungen

Wem die Fotos in diesem Blog Lust darauf machen, Stiepel einmal näher kennen zu lernen, der kann bei einer Gruppenführung, die je nach Wunsch zwischen 30 Minuten und eineinhalb Stunden dauert, mehr über die Wallfahrtskirche, aber auch über das Kloster und das dortige Leben erfahren. Bei Interesse wendet man sich an die Pforte des Klosters (Tel. 0234 / 77705-0) oder schreibt eine E-Mail an: info@kloster-stiepel.de.

Jugendvigiltermine

Zu den spirituellen Highlights in Stiepel gehören die Jugendvigilien, die regelmäßig am am ersten Freitag im Monat von 20.00 Uhr bis 21.30 Uhr gefeiert werden. Danach gibt es dann eine Agape mit Open End. Jugendliche ab etwa 13 Jahren sind eingeladen, ins Zisterzienserkloster Bochum-Stiepel zu kommen! Pater Prior Pirmin und die Gemeinschaft der Mönche freuen sich auf ihr Kommen.

Beichtkirche

Das Kloster Stiepel ist aber auch eine Beichtkirche. Täglich in der Zeit von 17.00 Uhr bis 17.45 Uhr kann man im Beichtstuhl, aber auch in einer Gesprächsatmosphäre das Schuldbekenntnis vor Gott ablegen und Vergebung finden.

Quelle: http://www.kloster-stiepel.org

HDR-Fotos: WuKomm-Heinrich Wullhorst

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Geschrieben von wukomm

Kommunikations- und PR-Berater, Journalist und Blogger. Als Kind des Ruhrgebiets immer für ein offenes Wort zu haben.

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