In unserer Reihe Häfen im Mittelmeer beschäftigen wir uns heute mit Monte Carlo. In dem Zwergstaat Monaco, der von Frankreich und Italien eingerahmt wird, leben mehr als 30.000 Menschen auf lediglich 1,9 Quadratkilometern. Das wird bereits bei der Anfahrt auf den Hafen deutlich. Schön ist dieser Blick allerdings nicht. Die Hochhausschluchten erinnern eher an die Plattenbausiedlungen in Jena oder Gera, als dass sie ein Eldorado der VIPs in ihren Mauern vermuten ließen. Dennoch lockt Monaco, vorwiegend durch sein interessantes Steuersystem die Reichen und Schönen der Welt an. Das Land erhebt nämlich keine direkten Steuern von seinen Einwohnern.

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Zweitkleinster Staat der Welt

Nach dem Vatikan ist das Fürstentum Monaco als Stadtstaat der zweitkleinste Staat der Erde. Bereits als antiker Handelsplatz der Phönizier und der Griechen machte der Ort auf sich aufmerksam. Einmal in Monte Carlo angekommen bieten sich unterschiedliche Ausflüge an. Bei unserem letzten Aufenthalt machen wir uns zunächst mit den Stadtbussen und dann zu Fuß auf den Weg. Wir starten dabei am Ozeanografischen Museum. Unweit dieser kulturellen Einrichtung liegen die Villen der monegassischen Prinzessinnen Caroline und Stephanie.

Beeindruckende Parklandschaft

Der Spaziergang durch den grünen Grimaldipark zeigt, dass das Wetter in Monte Carlo die meiste Zeit des Jahres über offenbar sehr schön ist.

Kathedrale von Monte Carlo

Ein absolutes Muss im touristischen Programm ist der Besuch der Kathedrale mit den Gräbern von Fürstin Gracia Patricia und Fürst Rainier. Unter ihrem Mädchennamen Grace Kelly war Gracia Patricia eine bekannte US-amerikanische Filmschauspielerin und Oscar-Gewinnerin. 1956 heiratete sie den klassischen Fürsten Rainier III.. Zwei Monate vor ihrem 53. Geburtstag starb die beliebte Landesmutter an den Folgen eines Autounfalls in der Nähe von Monte Carlo.

Hafenblick

Von dem Felsen, auf dem auch das fürstliche Anwesen, der Grimaldi-Palast liegt, in dem man leider nicht fotografieren darf, hat man einen hervorragenden Blick auf die beiden Häfen. Begibt man sich auf den Weg mit einer Bustour, so kann man auch Start und Ziel des Formel I-Rennens von Monte Carlo entdecken.

Grimaldi-Palast

Auf dem Felsen le Rocher am Mittelmeer entstand 1191 eine Befestigungsanlage der Genueser. Von dieser mittelalterlichen Burg sind heute noch drei restaurierte Türme mit Schwalbenschwanzzinnen auf der rechten Seite des Palastes erhalten. Nach weiteren Umbauetn wurde die Anlage im 15.Jahrhundert zu einer Garnison umgebaut. Danach richteten sich die Herrscher von Monaco, in der Anlage ihren Palast ein.

Ein Besuch in Monte Carlo wird gelegentlich auch bei Anfahrten an den Hafen von Nizza angeboten. Insoweit werden wir auch an anderer Stelle noch einmal über diesen Ort berichten, an dem man, wenn man die Lokale in den kleinen Gassen aufsucht vor der Bestellung gerne auch einmal in die Getränkekarte schauen sollte, um dann am Ende, wenn die Rechnung präsentiert wird, nicht allzu überrascht zu sein. Uns schienen die Preise in Monte Carlo der ansonsten üblichen Einwohnerstruktur angepasst zu sein.

Unser Fazit

Fazit: Wer einmal ein wenig Prinzessinnengefühl mit schönen Palästen, einer wunderbaren Kathedrale und richtig teuren Schiffen in den Häfen mitnehmen möchte, der sollte tatsächlich einmal Monte Carlo anlaufen.

Unsere Reihe Häfen im Mittelmeer:

Ein viel zu kurzer Tag in der Ewigen Stadt (Teil 1)

Ein viel zu kurzer Tag in der Ewigen Stadt (Teil 2)

Römische Impressionen

Wunderbares Kotor

 

 

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Geschrieben von wukomm

Kommunikations- und PR-Berater, Journalist und Blogger. Als Kind des Ruhrgebiets immer für ein offenes Wort zu haben.

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