Ein einmaliges Erlebnis für die Besucher der Domstadt aus Anlass der Gamescom: der Kölner Dom wird zum Server. Mit der einsetzenden Dunkelheit beginnt das Gotteshaus zu leuchten. „SilentMOD“ heißt das Event, bei dem die Kirche wie die Standby-Taste eines Servers von außen in blauem Licht erstrahlt.

 

In Amplituden von etwa 90 Sekunden wird das blaue Licht, einem Dimmer ähnlich, intensiviert und wieder abgeschwächt. Von 22 Uhr bis zum 2 Uhr in der Nacht heißt es an drei Tagen für die Kölner und ihre Gäste: Im Dom brennt noch Licht!

Wahrzeichen erfahrbar machen

So wird Kölns Wahrzeichen und die Landmarke des Glaubens neu erfahrbar, wie die Planer der Aktion es wollten: „Als ruhender Pol in einer bewegten Stadt, als Raum für Krafterfahrung oder in der Sprache der Gamer eben: als Server.“

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Licht, Ton und Duft

Die künstlerischen Leiter des Events fügen mit der Installation aus Licht, Ton und Gerüchen der alten Kirche nichts Neues hinzu, sie heben nur das hervor, was der Dom ohnehin darbietet. Drei Lichttunnel werden in das Gotteshaus hineinprojiziert. Der gezielte Einsatz von Nebel lässt das Laserlicht im Kirchenraum plastisch wirken.

Wie die Tunnel stehen auch die drei Roboter, die vor dem Altar aufgestellt sind für die Heiligen Drei Könige, die im Dom ihr Grab gefunden haben. Mit einer Laserleuchte begeben sich die „Roboter-Könige“ im Kirchenraum auf die Suche nach Christus. Wenn sie ihn im Kreuz in der Apsis der Kirche gefunden haben, entsteht ein neuer „Stern von Bethlehem“ aus bunten Laserstrahlen.

Eigener Parfümeur

Neben dem Licht erreichen die Macher von SilendMOD die Besucher über besondere Düfte. Der Bochumer Duftforscher Hans Hatt hat sie sich ausgedacht, der Parfümeur Marc vom Ende hat sie entwickelt. Würzige Noten wie Olibanum (Weihrauch), Myrrhe und Pfefferminz und florale Noten (Rose, Lilie, Magnolie, Jasmin), mischen sich mit Düften nach Citrus und eher holzigen Noten (Cedernholz, Vetiver).

Blank & Jones

Aber auch die Musikfans kommen im Dom auf ihre Kosten: Die Kölner Musikproduzenten Blank & Jones legen an den drei Tagen im Dom auf. Sie haben die Klänge für diesen Auftritt eigens produziert. Von der Empore der nördlichen Vierung begleiteten die beiden Musiker die Lichtimpulse mit ihren phantastischen Klängen.

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Immer wieder Köln

SilentMOD war ein Grund, den Dom zu besuchen. Es lohnt sich aber immer, als Tourist oder Pilger, in die Metropole am Rhein zu kommen und den Kölner Dom dabei mit auf der Agenda zu haben.

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Geschrieben von wukomm

Kommunikations- und PR-Berater, Journalist und Blogger. Als Kind des Ruhrgebiets immer für ein offenes Wort zu haben.

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