Lissabon ist für mich einer der attraktivsten europäischen Häfen, den man bei einer Kreuzfahrt anfahren kann. Die Stadt begeistert schon bei der Einfahrt in die Bucht mit der Flussmündung des Tejo. Die beeindruckende Stahlbrücke ist ebenso ein Wahrzeichen der Metropole, wie die 1959 errichtete 113 m hohe Christusfigur Cristo-Rei.

Geschichte

Schon die Phönizier entdecken den wunderbaren Ort im Südwesten Europas für sich. Sie begründen hier den Handelshafen Alis Ubbo. Unter Julius Casar erhält der Ort römisches Stadtrecht. Im Jahre 711 fallen die Mauren in Lissabon ein und bringen der Stadt eine muslimische Herrschaft, ehe die Reconquista Lissabon 1147 wieder unter christliche Prägung stellt. Im Jahre 1256 wird die Metropole zur Hauptstadt des Königreichs Portugal und erlebt im 16. Jahrhundert den Aufstieg zu einer bedeutenden Hafenstadt. Das große Erdbeben, das Portugal im Jahre 1755 erschüttert, trifft Lissabon besonders schwer.

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In Folge dieses Bebens wird das heutige Stadtbild von Lissabon vorwiegend durch Bauten geprägt, die im 18. Jahrhundert und später entstanden sind. Die Altstadt von Lissabon, die Baixa, begeistert ihre Besucher durch die typischen portugiesischen Fliesenfassaden und die gemütlichen schmalen Gassen.

Hieronymuskloster

Sehenswert bei einer Tour durch Lissabon ist in jedem Fall das Hieronymuskloster mit dem Grab Vaso da Gamas. Das in der Landessprache „Mosteiro dos Jeronimos“ genannte Bauwerk findet man im Stadtteil Belem.

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Es ist ein bedeutendes Zeugnis der so genannten  Manuelinik, die auf den Herrscher Manuel I. (1495–1521), zurückgeht. Sie beschreibt eine portugiesische Variante der Spätgotik, die Renaissanceelemente enthält.  Das im Jahre 1544 fertiggestellte Kloster hat das große Erdbeben ohne schwere Schäden überstanden. Durch seine einzigartige Architektur wird es seit 1982 als UNESCO Weltkulturerbe geführt. Bis in das 19. Jahrhundert hinein beheimatet es den Orden des heiligen Hieronymus.

Torre de Belém

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Unweit des Klosters findet man eines der bekanntesten Wahrzeichen Lissabons, den Torre de Belém. Auch er ist ein Überbleibsel der manuelinischen Architektur und hat das Erdbeben von 1755 überstanden. 1515 wurde das Sinnbild der Glanzzeit des portugiesischen Seeimperiums vom portugiesischen König, Manuel I., in Auftrag gegeben.

Entdeckerdenkmal

Zu einem Aufenthalt in Lissabon gehört der Besuch des Entdeckerdenkmals. Es wird 1960 eingeweiht. Anlass ist der 500. Todestag von Heinrich dem Seefahrer. Das Monument beschreibt die maritime Ausdehnung Portugals und hat die Form eines zeitgenössischen Schiffes in der Herrschaftsperiode vom Infant d’Henrique, einer Karavelle.

Über den Dächern von Lissabon

Will man bei seinem Aufenthalt einen Blick über die Dächer von Lissabon wagen, sollte man unbedingt mit dem Elevador de Santa Justa, einem 45 Meter hohen Personenaufzug, von der Altstadt Baixa in den höhergelegenen Stadttteil Chiado fahren. Allerdings sollte man das erst tun, wenn man sich in der Baixa ausführlich umgesehen hat. Das Stadtviertel gilt als das pulsierende Herz der Metropole und ist nach dem verheerenden Erdbeben von 1755 neu aufgebaut worden. Hier findet man beeindruckende Straßenzüge und großartige Plätze, umrahmt mit architektonischen Highlights aus dem 18. Jahrhundert. In Baixa pulsiert das Nachtleben, hier findet man gute Hotels, Restaurants und Cafés.

Kathedrale der Patriarchen

Einer der bedeutendsten Sakralbauten der Stadt ist sicherlich die Catedral Sé Patriarcal. An dem Platz, an dem sie im 12. Jahrhundert erbaut wurde, stand zuvor eine von den Mauren errichtete Moschee. Die Kathedrale der Patriarchen von Lissabon ist die älteste Kirche der Stadt. Seit dem 18. Jahrhundert ist sie der Sitz der katholischen Erzbischöfe. Das Gotteshaus wurde durch Erdbeben mehrmals zerstört und wieder aufgebaut.

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Mit der Straßenbahn unterwegs

Man war nicht wirklich in Lissabon, wenn man sich nicht mit der Eléctricos de Lisboa, der Straßenbahn auf den Weg macht. Eine Besonderheit dabei sind die extremen Steigungen von bis zu 13,5 Prozent, die die Bahn bewältigen muss.

Unser Fazit

Ein Besuch in Lissabon lohnt sich sicher für eine längere Zeit, als einen Aufenthalt mit einem Kreuzfahrtschiff. Das werden wir zu einem anderen Zeitpunkt nachholen.

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Geschrieben von wukomm

Kommunikations- und PR-Berater, Journalist und Blogger. Als Kind des Ruhrgebiets immer für ein offenes Wort zu haben.

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