Tavira ist mit seiner interessanten Mischung aus schmucken Häusern, kopfsteingepflasterten Straßen und großzügigen Plätzen eine der sehenswerten Städte an der Algarveküste. Das wussten wohl bereits die Phönizier oder die Karthager, auf die die Ansiedlung zurückgehen soll. In zwei Kilometer Entfernung hat man die einzige vorchristliche, griechische Inschrift Portugals gefunden. Sie enthält einen Hinweis auf eine griechische Kolonie im 4. Jahrhundert vor Christi Geburt.

Wechselvolle Geschichte

Im 8. Jahrhundert gehörte Tavira nach der Eroberung durch die Mauren zum Kalifat von Cordoba. Im 11. Jahrhundert war es Teil des maurischen Emirats von Badajoz. Nach der Rückeroberung erhielt Tavira im Jahre 1520 das Stadtrecht. In der Folge entwickelte sich der Ort zu einem der wichtigsten Häfen der Algarve.

Das Erdbeben und die Folgen

Das große Erdbeben von Lissabon verwüstete im Jahre 1755 auch Tavira. Dadurch büßte es viel von seiner ehemaligen Bedeutung ein. Geblieben ist der Charme des Ortes mit dem Fluss Gilão, der durch das Zentrum fließt.

Die siebenbogige so genannte Römerbrücke von 1655 überspannt ihn und bietet ein wunderbares Bild, das man nicht so schnell vergessen wird. Bei dem Erdbeben ebenfalls zerstört, wurde sie 1870 wiederaufgebaut.

Von dort aus kommt man zur Praça da República mit dem Rathaus und seinen spätmittelalterlichen Arkaden. Charakteristisch für Tavira sind die vielen Pyramidendächer und die kleinen Straßen mit gemütlichen Bars und Restaurants.

Festungsruinen

Oberhalb von Tavira thront die ehemals maurische Festung, oder besser das, was von ihr übriggeblieben ist. Die Ruinen wurden nach der Rückeroberung der Algarve im 13. Jahrhundert wieder aufgebaut. Ihre Türme liefern heute einen sehenswerten Blick auf das Panorama von Tavira.

Die Igreja da Misericórdia (Kirche Unserer Lieben Frau der Barmherzigkeit) ist mit ihrenvergoldeten Altaraufsätzen und den Azulejo-Fliesen aus dem 18. Jahrhundert besonders sehenswert und eines der zahlreichen Gotteshäuser der Stadt.

Tuk-Tuk-Tour

Wer noch Zeit für eine kleine geführte Tour hat, sollte sich eine der kleinen Tuk-Tuk-Taxis schnappen und die Gelegenheit nutzen.

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Geschrieben von wukomm

Kommunikations- und PR-Berater, Journalist und Blogger. Als Kind des Ruhrgebiets immer für ein offenes Wort zu haben.

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