Saalbach Hinterglemm: 1973 trifft 2015
(Folge 5)

Sie kennen aus Ihrer Jugend das Loriot-Zitat: „Früher war mehr Lametta“? Dann wissen Sie auch noch, wie der damals übliche Alpenurlaub funktionierte! 14 Tage oder drei Wochen lang täglich die gleiche Frage: Wo wandern wir denn heute? Das heißt, wenn man danach gefragt und es nicht von den Eltern diktiert wurde.

Urlaubsalltag 1973 - jeden Tag war Wandern angesagt.
Urlaubsalltag 1973 – jeden Tag war Wandern angesagt.

Wenig Abwechslung vor 42 Jahren

Abwechslung gab es allenfalls zwischen Sessellift A und B, vielleicht fuhr auch mal eine Seilbahn oder man plante Fahrten in die Umgebung. Allenfalls wurde – bei den Eltern nicht so gerne – mal ein Tag im Freibad eingeschoben. Das konnte auf die Dauer und gerade bei mehrmaligen Urlauben in der jeweiligen Gegend schon ein wenig langweilig werden für ein Kind oder einen Jugendlichen.

Wind of Change

Heute, 42 Jahre nach meinem letzten Besuch in Saalbach Hinterglemm ist alles anders. Ein heftiger Wind of change ist durch das Glemmtal geweht. Über die tollen Möglichkeiten für Mountainbike-Enthuiasten habe ich bereits berichtet. Aber es gibt viel mehr zu sehen und aktiv zu erleben in Saalbach Hinterglemm. Der Talschluss war bereits damals ein Ziel, an das ich mich erinnern kann. Irgendwo auf diesem Weg muss auch das Bild mit mir auf den Steinen in der Saalach entstanden sein.

Abkühlung.
Abkühlung.

Talschluss 2015

Heute ist schon der Weg zum Talschluss kein Problem. Im Sommer fährt ein eigener kleiner Zug vom Parkplatz am Ende von Lengau dorthin. Mit der Joker Card geht das sogar kostenlos.

Die Lindlingalm im Talschluss gibt es bereits seit 300 Jahren. Also werden wir dort wahrscheinlich auch 1973 eingekehrt sein. Was rund um diese Alm allerdings in den vergangenen Jahren entstanden ist, kann man getrost als Paradies für Aktivurlauber bezeichnen und für alle, die Abwechslung vom sicherlich immer noch sehr schönen Wanderalltag suchen.

Talschlussbahn
Talschlussbahn vor der Lindlingalm.

Wie in „Frisco“

Da gibt es zunächst einmal die Golden Gate Bridge der Alpen. Wer braucht schon San Francisco, wenn er den Brückenblick in Saalbach Hinterglemm genießen kann. 200 Meter ist das Wunderwerk aus Stahl lang. In einer Höhe von 42 Metern sieht man unter sich das Glemmtal und kommt auf der anderen Seite der Brücke gleich zu einer weiteren Attraktion.

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Über den Wipfeln

Diese Attraktion ist der einen Kilometer lange Baumzipfelweg. Er ist wohl der höchstgelegene Wipfelwanderweg Europas. 11 Türme sorgen dafür, dass man aus 30 Metern Höhe das Geschehen rundherum aus der Vogelperspektive beobachten kann. Ergänzt wird das Erlebnis durch den Mini-Hochseilpark , bei dem die Kinder ihre Geschicklichkeit testen können. Währenddessen können sie gleich nebenan zusehen, was in einem richtigen Hochseilpark so geht.

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Info zur Golden Gate der Alpen und zum Baumzipfelwanderweg:
Öffnungszeiten: ganzjährig geöffnet
Preise: Erwachsene € 9,00 · Kinder ab € 5,00, Kinder bis 4 Jahre FREI
Spezielle Gruppen- & Seniorenermäßigungen auf Anfrage!

Ein besonderes Highlight: Jeder Besucher erhält seine persönliche Baumzipfelmütze, die Claudia hier präsentiert.

„Golden Gate“ Saalbach Hinterglemm mit Baumzipfelmütze.

Adrenalin pur

Wem die Brücke und die Baumzipfel nicht reichen, um das Adrenalin nach oben zu treiben, der ist sicherlich im größten Hochseilpark Österreichs bestens aufgehoben. Mitten drin: die längsten Seilrutschen Europas.

Der Europarutschenparcours mit einer Länge von mehr als 2 Kilometern ist eine besondere Herausforderung. Mutige erreichen eine Geschwindigkeit von 70 Stundenkilometern, mit denen sie in einer Höhe von 120 Metern über das Glemmtal fliegen.

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Öffnungszeiten: Juni bis 15. September: täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr. Vom 16. September bis Ende Oktober: Sa. So. & Feiertag von 10.00 bis 18.00 Uhr.

Preise: ab 16 Jahre: € 25,00
Europarutsche (40 bis 110 kg): € 20,00
Kind ab 130cm: € 12,00 · ab 150cm: € 15,00

Fazit

Kein Urlaubstag ist mehr langweilig. Wenn zum Wandern die Lust fehlt, geht es zum Talschluss. Vielleicht nur, um die Golden Gate Brücke der Alpen zu bestaunen oder die Bäume von oben zu betrachten. Andere werden im Hochseilgarten ihr Vergnügen finden. Klar ist aber eins: In Saalbach Hinterglemm ist für jeden etwas dabei.

Saalbach Hinterglemm
1973 – 2015: Eine Reise in die Vergangenheit.

Lesen Sie auch die übrigen Folgen meiner Zeitreise:

Folge 1: Watergate und ich
Folge 2: Die Joker Card ist Ihr Trumpf
Folge 3: Früher war die Oma hier
Folge 4: Die Rückkehr der Jedi-Ritter
Folge 6: Best of Saalbach Hinterglemm

Der Tourismusverein Saalbach Hinterglemm hat mich bei dieser Reise in die Vergangenheit unterstützt.
Hierfür herzlichen Dank.

Fotos: Claudia und Heinrich Wullhorst für WuKomm

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Geschrieben von wukomm

Kommunikations- und PR-Berater, Journalist und Blogger. Als Kind des Ruhrgebiets immer für ein offenes Wort zu haben.

5 Kommentare

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