Unser letztes Ziel auf unserer Kreuzfahrt, vor unserer Rückkehr zum Starthafen Las Palmas auf Gran Canaria ist die Insel Lanzarote. Hier kenne ich, nach verschiedenen Besuchen, die meisten Steine bereits mit Vornamen. Dennoch freue ich mich auf diese schroffe Insel im Atlantik, die einen besonderen Charme in sich trägt.

Arrecife heißt die Hafenstadt, in der wir am Freitagabend gegen 18.30 Uhr anlegen. Zuvor haben wir bei Sonnenschein die Meeresstraße zwischen Fuerteventura und Lanzarote durchquert. Ein schöner Blick auf diese beiden, eher kargen Kanareninseln offenbart sich bei der Durchfahrt.

Unspektakuläre Hafenstadt

Arrecife ist eine dieser typischen Hafenstädte, die sich dadurch auszeichnen, dass dort eigentlich nichts Besonderes zu sehen ist. Aber Lanzarote ist Gott sei Dank mehr als nur die Hauptstadt. Die Insel bietet selbstverständlich für den Besucher ganz viele Möglichkeiten, sie mit ihren unterschiedlichen Facetten zu entdecken.

Auf zu den Feuerbergen

Wir haben uns für eine Fahrt durch den Nationalpark Timanfaya entschieden. Seine Berge nennen die Einheimischen auch Montañas del Fuego, Feuerberge.

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Und selbst wenn die Sonne ja mal nicht scheint, erzeugt der eisenhaltige Boden, abgegrenzt gegen die schwarze Lava eine ganz besondere Stimmung, die diesen Namen ebenso rechtfertigt, wie die Hitze, die immer noch in der Erde vorhanden ist.

Letzte Ausbrüche vor fast 200 Jahren

Die letzten Vulkanausbrüche auf Lanzarote sind schon einige Zeit her. Sie fanden im Jahre 1824 statt. Am 31. Juli öffnete sich der Vulkan de Clérigo Duarte. Seine Eruptionsspalte war 14 km lang. Bei Punte del Cochino wälzte sich eine sechs Kilometer lange Lavamasse ins Meer. In den zehn Jahre zuvor hatte sich der Ausbruch bereits durch zahlreiche Erdbeben mittlerer Stärke angekündigt.

Der Nationalpark

Timanfaya nimmt eine Fläche von etwa 52 km² ein. Hier entstanden 32 Vulkankegel. Den Nationalpark selbst kann man mit dem PKW über gut asphaltierte Straßen erreichen. Die sich über 14 km erstreckende Rundfahrt durch die Vulkanlandschaft ist allerdings nur mit Bussen möglich.

Experimente

Am Besucherzentrum des Nationalparks angekommen, erhält man zuerst ein wenig Lavaasche auf die Hand. Das Angebot, diese mitzunehmen schlagen die meisten der Besucher allerdings unmittelbar aus, da die Asche so heiß ist, dass man sie nur durch die Hand rinnen lassen und zurück auf den Boden werfen kann.

Eine beeindruckende Demonstration der noch immer vorhandenen Hitze im Timanfaya Erde zeigen die Mitarbeiter des Nationalparks mit dem Dornenstrauch Aulaga Majorera. Sie halten das Geflecht über ein im Boden befindliches Loch. Nach wenigen Sekunden geht es in Flammen auf.

Ähnlich beeindruckend ist ein weiteres Experiment, bei dem Wasser in ein senkrecht im Boden eingelassenes Rohr gegossen wird. Die Temperatur, nur wenige Meter unter der Erdoberfläche, liegt bei über 400 °C. So entsteht unmittelbar eine explosionsartig aus dem Boden schießende Dampffontäne.

 

Auf dem Rücken der Dromedare

Wer Timanfya besucht, sollte auf jeden Fall den Ritt auf den Kamelen, die eigentlich Dromedare sind, am Fuße der Berge mitnehmen. Die Tiere sind, was ich aus eigener Erfahrung sagen darf, durchaus in der Lage größere Lasten aufzunehmen.

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Etwa 20 Minuten geht es auf der „Wüstenschaukel“ über zwei Hügel und dann zurück zum größten Kamelparkplatz Lanzarotes.

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Überflüssiges Weingut

Den anschließenden Besuch eines Weinguts kann man sich eigentlich auch schenken, da die Reiseführer über die Art des Weinbaus auf Lanzarote zumeist schon unterwegs etwas erzählen und die zu verkostenden Weine nicht zu Begeisterungsstürmen hinweisen. So entsteht mehr der Eindruck, dass es eher darum geht, in dem angegliederten Shop Souvenirs von der Insel zu erwerben.

Und Tschüß

Es geht zurück auf Mein Schiff 4 und danach in einer weiteren Nachtfahrt zum Ausgangshafen nach Las Palmas auf Gran Canaria. Von dort aus bringt uns dann wieder links mit der anscheinend üblichen Verspätung von 2 Stunden (ungefähr wie auf dem Hinflug) zurück nach Düsseldorf.

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Ende der Reise.

Weitere Links zu dieser Tour findet Ihr hier:

Kanaren, Kapverden, Senegal

All my bags are packed

Unterwegs mit Erdogan und Verspätung

Auf geht’s

Auf dem Weg zu den Kapverden

Auf jedem Schiff, das dampft und segelt, …

Facebook becomes real

Mein Opa hat 52 Kinder

Afrikanische Sonne light

Karfreitag im Atlantik

Dakar ist jung und sehenswert

Baobabs und wilde Tiere

Erklärseebär aus Nebraska

Mein Tag als Walbeobachter

Verliebt in La Gomera

Insel der zwei Gesichter

Wir danken TUI CRUISES für die Unterstützung.

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Geschrieben von wukomm

Kommunikations- und PR-Berater, Journalist und Blogger. Als Kind des Ruhrgebiets immer für ein offenes Wort zu haben.

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