In den Osterferien 2016 führt uns der Weg mit Mein Schiff 4 von Gran Canaria über die Kapverden und den Senegal zurück auf die Kanaren. Selbst wenn das Wetter in diesen 14 Tagen nicht immer so gut war, wie wir es erhofft haben, wird die Reise zu einem wunderbaren Erlebnis. Das liegt an unserem schwimmenden Hotel Mein Schiff 4 und der spannenden Vielfalt der seltenen Tour.

Die Vorbereitungen zur Tour, unseren Start zu Hause und den Flug nach Gran Canaria haben wir in verschiedenen Blogbeiträgen beschrieben. 

Kanaren, Kapverden, Senegal – Was uns erwartet

All my bags are packed – Vorbereitet? Läuft!

Unterwegs mit Erdogan und Verspätung – Unterwegs zum und am Flughafen

Auf geht’s – Blogeintrag mit Video vom Flug nach Gran Canaria

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Blick auf die Brücke.

Seetage zum Start

Zwei Seetage geben uns gleich zum Start die Chance, im Urlaub und auf dem Schiff anzukommen.

Auf jedem Schiff, das dampft und segelt, … – Unterwegs auf See

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Eines der vielen künstlerischen Objekte auf Mein Schiff 4.

Die vielen Angebote an Bord, die Sonne, die zunächst kraftvoll scheint und private Treffen, wie das der Facebookgruppe, die sich vor der Reise zu der Tour gegründet hat, machen die Tage bis zum Start des ausgezeichneten Abendessens kurzweilig.

Facebook becomes real – Virtuelle Begegnungen werden auf Mein Schiff 4 real

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Im Netz kennengelernt, an Bord getroffen!

Die Kapverden

Das Eiland Sao Vincente, eine der zehn Kapverdischen Inseln ist unser erstes Ziel. Von unserem Reiseführer Jaime erfahren wir viel Interessantes über seine Heimat: Er erzählt über die gute Entwicklung der kleinen Region im Vergleich mit vielen afrikanischen Ländern im Hinblick auf Schulsystem, die Landwirtschaft und die politischen Verhältnisse auf den Kapverden. Am Interessantesten wird es allerdings, als er von seinem Opa erzählt. Der ist über 90 Jahre alt. „Er hat 52 Kinder mit 20 Frauen gezeugt“, berichtet Jaime.

Mein Opa hat 52 Kinder – Fruchtbare Kapverden

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Im Gemüsereich: Die Markthalle in Mindelo auf Sao Vincente.

Die portugiesische Prägung der zweiten Kapverdischen Insel, an der wir am nächsten Tag anlegen, Santiago, ist weniger stark als auf Sao Vincente. Hier finden sich deutlich mehr afrikanische Einflüsse. Klar: die Insel war über viele Jahre ein Zentrum der Sklaverei.

Afrikanische Sonne light – Sonne im Versteck

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Am Strand von Sao Tomé zeigt sich die Sonne nur kurz.

Erlebnis Senegal

Mit diesem kleinen Vorgeschmack auf Afrika fahren wir weiter in Richtung Senegal. Ausflüge in Länder wie dieses, eröffnen immer einen Blick auf die Armut der Menschen. Wer Sorge hat, durch sein Hineinschauen die Menschen vor Ort zu beschämen, mag daher an Bord bleiben. Alle anderen sollten die Gelegenheit nutzen, sich ein Bild von einem ebenso jungen wie armen Land zu machen. Nach den Angaben der Weltbank leben etwa 40 % der Menschen im Senegal in so genannter „extremer Armut“. Das bedeutet, dass sie mit weniger als 1,90 US-Dollar pro Tag auskommen müssen. Das stimmt nachdenklich.

Dakar ist jung und sehenswert – Blick hinter die Kulissen

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Blick in ein junges wie armes Land.

Genug philosophiert: Wer noch nie die wuselige Lebendigkeit einer afrikanischen Großstadt erlebt hat, dem sei die Stadtrundfahrt durch Dakar allein schon deshalb ans Herz gelegt. In jedem Fall sehenswert ist die Markthalle in Dakar. Hier findet man neben hunderten Menschen unterschiedliche Früchte, Obst, Fisch und Fleisch. Eine sinnliche Erfahrung allein durch alle Gerüche, die eine solche Vielfalt zu bieten hat.

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Markttag in Dakar.

Natur pur

Afrika ohne Tierbeobachtung geht nicht. Also muss man, wenn es irgendwie geht, das Naturreservat Bandia mitnehmen. Auf einer Fläche von etwa 2.000 Hektar hat man hier unterschiedliche Tiere aus dem Senegal und Südafrika zusammengebracht. „Ich will versuchen, euch alle Arten zu zeigen, die es hier im Reservat gibt“, verspricht unser Guide beim Start und bemüht sich, diesem Anspruch gerecht zu werden. Wir sehen tatsächlich Nashörner, Giraffen, Antilopen, Impalas, Wasserbüffel, Affen, Strauße, Krokodile, Wildschweine, Zebras und verschiedene Vogelarten.

Baobabs und wilde Tiere – Tierische Erlebnisse

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Nashorndame im Senegal.

Fragen an den Kapitän

Zurück geht es zu den Kanarischen Inseln. Auch hier nutzen wir die beiden Seetage zur Erholung und Entspannung nach der Fülle an afrikanischen Eindrücken. Dabei lohnt es sich, einmal bei der Nautischen Fragestunde des Kapitäns dabei zu sein. Todd Burgman heißt der charmante Schiffsführer, der aus Omaha im US-Bundesstaat Nebraska kommt. Als “Erklärseebär” beantwortet er die Fragen aus dem Publikum sachkundig aber immer mit dem nötigen Humor. Es ist erstaunlich, was so einige die Gäste wissen wollen.

Erklärseebär aus Nebraska – Die wollen alles wissen

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Walbeobachter vor Teneriffa

Unser nächstes Ziel ist Teneriffa. Als Walbeobachter haben wir bei tollem Wetter die beste Wahl getroffen. Die See ist bewegt und je schneller unser Katamaran, den wir in Puerto Colon besteigen, Fahrt aufnimmt, desto heftiger stampft er durch die Wellen. Plötzlich hält der Kapitän an und schaltet den Motor aus. Wir sind am Ziel unserer Träume angekommen und sehen tatsächlich die ersten Wale. Es sind Grindwale, auch Pilotwale genannt. Sie können bis zu 1.000 Meter tief tauchen und sind bis zu 8,50 Meter lang.

Mein Tag als Walbeobachter – Ein einmaliges Erlebnis

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Rettet die Wale

Schönes La Gomera

Eine echte Schönheit unter den Kanareninseln ist La Gomera. In dieses Eiland muss man sich einfach verlieben. Unserer Reiseführerin Katja gelingt es, ihre Begeisterung für La Gomera und ihre Bewohner auf uns zu übertragen. Dazu erfahren wir jede Menge über die Geschichte der Guanchen, die sich den Spanischen Eroberern nicht beugen wollten. Sie macht uns auch vertraut mit der Pfeifsprache der Guanchen, “El Silbo“. Diese entwickelte sich aus der Notwendigkeit heraus, sich über die vielen tiefen und weiten Schluchten der Vulkaninsel zu verständigen.

Verliebt in La Gomera – Trauminsel

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Tafelberg auf La Gomera.

Licht und Schatten

Nach einer bewegten Überfahrt sehen wir am nächsten Tag die zwei Gesichter La Palmas. Bei unserem Ausflugsstart am Hafen regnet es in Strömen. Da helfen selbst die von TUI Cruises zur Verfügung gestellten Einwegponchos nur wenig. Bis in die Berge hinein bleiben uns Regen und dichte Wolken erhalten. Kaum über den Bergkamm herübergekommen, beginnt die Sonne uns entgegenzulächeln. Auf dem Weg zum sonnenbeschienenen Ort Las Manchas sehen wir die mächtigen, erkalteten Lavaströme, die das Erscheinungsbild der Insel über Jahrmillionen geprägt haben.

Insel der zwei Gesichter – Auf Regen folgt Sonnenschein

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Parklandschaft in Las Manchas.

Heiße Erde

Die letzte Insel vor der Rückkehr nach Gran Canaria heißt Lanzarote. Wir erschließen wir uns ihre Schönheit bei einer Tour in das Vulkangebiet der Feuerberge. Timanfaya heißt es in der Landessprache. Die letzten Vulkanausbrüche auf Lanzarote sind bereits etwa 200 Jahre her. Trotzdem ist die Erde noch brennend heiß, wie die Mitarbeiter der Timanfaya-Informationszentrums bei verschiedenen Experimenten beweisen. Wer Timanfya besucht, sollte auf jeden Fall den Ritt auf den Kamelen, die eigentlich Dromedare sind, am Fuß der Feuerberge mitnehmen.

Lavaberge und Kamele – Einzigartige Insel Lanzarote

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Feuerberge von Timanfaya

Leinen los

Zum letzten Mal legt Mein Schiff 4 an diesem Abend ab. Die Tour, die nur sehr selten gefahren wird, endet in Gran Canaria. Es ist eine der Kreuzfahrten, die man einmal gemacht haben muss, wenn man für sich eine ganz besondere Region erschließen will.

 

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Ein tolles „Hotel“: Mein Schiff 4.

Wir danken TUI CRUISES für die Unterstützung.

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Geschrieben von wukomm

Kommunikations- und PR-Berater, Journalist und Blogger. Als Kind des Ruhrgebiets immer für ein offenes Wort zu haben.

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