Wer im Senegal angelegt, der sollte auf keinen Fall das Bandia-Naturreservat verpassen. Auf einer Fläche von etwa 2000 ha hat man hier, südlich von Dakar, bei der Ortschaft Mbou, unterschiedliche Tierarten aus dem Senegal und Südafrika zusammengebracht. Zunächst geht es vom Hafen aus mit dem Bus etwa eineinhalb Stunden vorbei an kleinen Dörfern, Märkten und einem lebendigen Landleben hinaus zu dem Reservat.

Mystische Bäume

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Affenbrotbaum, der Baobab.

Dort steigen wir um in stabile Jeeps, die den Gästen einen guten Rundumblick zur Tierbeobachtung bieten. Ein persönlicher Guide an Bord des Fahrzeuges stellt sicher, dass auch kein Tier verpasst wird. Er erklärt, wo die einzelnen Arten herkommen, was ihre Lebensgewohnheiten sind und wie sie sich fortpflanzen. Der Affenbrotbaum prägt die Landschaft des Bandia-Naturreservats. Der Baobab, wie er in der Landessprache genannt wird, hat eine mystische Bedeutung. Er spielt als Sitz von Göttern und Geistern in vielen afrikanischen Legenden und Sagen eine große Rolle. Der Baum steht in der Literatur vielfach als Symbol für das traditionelle afrikanische Leben und die unberührte, heilige Natur. „Früher hat man die Bäume mit den dicken Stämmen ausgehöhlt und darin Menschen bestattet. Der animistische Glaube ging dahin, dass nur bei einer solchen Begräbnisart die Wiedergeburt der Toten möglich ist“, beschreibt unser Guide.

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Schädel in einem ausgehöhlten Baobab.

Nah bei den Tieren

„Ich will versuchen, euch alle Tierarten zu zeigen, die es hier im Reservat gibt“, verspricht er beim Start und bemüht sich diesem Anspruch gerecht zu werden. Wir sehen an diesem Tag Nashörner, Giraffen, Antilopen, Impalas, Wasserbüffel, Affen, Strauße, Krokodile, Wildschweine, Zebras und verschiedene Vogelarten. Behutsam werden wir mit dem Jeep an die Tiere herangeführt.

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Immer so, dass die sie nicht zu sehr gestört werden und wir die beste Fotoposition einnehmen können. Man merkt dabei, dass die Tiere selbstverständlich an Menschen und Fahrzeuge gewöhnt sind. Bis auf die Wildschweine ergreift keines von ihnen die Flucht, wenn wir uns nähern. Als das Nashornweibchen zweimal etwas böse mit dem Fuß aufstampft meint unser Guide, dass es jetzt wohl besser sei wenn wir weiter führen.

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Nashorndame.

Unglaubliches Naturerlebnis

Es ist ein unglaubliches Naturerlebnis hier im Reservat von Bandia, das man auf jeden Fall mitnehmen sollte, auch wenn man nur für einen Tag im Senegal ist. Diese Tour wird man, wie so viele andere nachhaltige Eindrücke des Landes, so schnell nicht vergessen. Der Affenbrotbaum in der untergehenden Sonne symbolisiert die mystische Kraft, die vom Baobab auszugehen scheint.

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Geschrieben von wukomm

Kommunikations- und PR-Berater, Journalist und Blogger. Als Kind des Ruhrgebiets immer für ein offenes Wort zu haben.

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